Er ist seit über 100 Jahren in aller Munde, der sogenannte Heiermann. Bereits um 1900 erhielten Seeleute fünf Goldmark als Handgeld; die sogenannte Heuer. Daher stammt vermutlich die Ableitung „Heiermann“. Eine andere Vermutung ist, dass der Begriff aus dem hebräischen Buchstaben ה (He, in jiddisch ausgesprochen Hey) stammt. Dieser Buchstabe steht alphabetisch auch für eine Zahl; in diesem Fall der Zahl „fünf“.

Bis 1974 war unser „Heiermann“ aus wertbeständigem Material hergestellt; aus Silber.

Abgelöst wurde er durch den 3-Schichten-Werkstoff Magnimat. Beim Magnimat handelt es sich um eine dreischichtige Kupfer-Nickel-Legierung.

Der abgebildete Heiermann durchlief vor der Schmelze einen sogenannten Decoiner. Dieser verwalzte die Stücke und machte sie damit unbrauchbar.

Im Euro lebt der Heiermann in physischer Form weiter. Auch im Euro-Zeitalter ist der Heiermann als Münze wieder aufgetaucht; als 5 Euro Sondermünze mit einem Polymer-Ring. Die Entwicklung dieser besonderen Münze erfolgte in mehrjähriger Forschungsarbeit an der RWTH Aachen.

© Foto und Text: Geldgeschichtlicher Verein Niederrhein e.V. – Norbert Müller